03. April 2025 – Chiara-Lee Haartje

#jedewohnungzählt

Wohnungswirtschaft startet Akzeptanzkampagne für mehr Wohnungsbau

Die Wohnungsnot spitzt sich zu – Familien, Studierende und Singles finden kein Zuhause. Die Kampagne #jedewohnungzählt macht Druck für mehr Wohnungsbau und zeigt: Nur gemeinsam schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für alle!

jede wohnung zählt
Foto: BFW Nord Service GmbH Hamburg

Lasst uns bauen!

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist dramatisch. Familien finden keine passende Bleibe, Studierende ziehen zum Studienstart ins Ungewisse, und der Traum von den eigenen vier Wänden bleibt für viele unerreichbar. Die Wohnungsnot hat längst Auswirkungen auf unsere ganze Gesellschaft – wirtschaftlich, sozial und emotional. Es ist höchste Zeit zu handeln.

Getragen wird die #jedewohnungzählt Kampagne von den im Bündnis für das Wohnen vertretenen Verbänden BFW Landesverband Nord, Grundeigentümer-Verband Hamburg, Immobilienverband Deutschland (IVD) Nord, dem Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen(VNW) sowie zahlreichen Unternehmen der Wohnungswirtschaft darunter AUG. PRIEN, die Behrens-Stiftung, die BUWOG, die Richard Ditting GmbH, Günther Franke Gruber Bauherren, die Hamburg Team Gruppe, die Karl Danger Grundstücksverwaltung, Köhler & von Bargen Unternehmensgruppe, Grundstücksgesellschaft Manke, Unternehmensgruppe Hermann Friedrich Bruhn, OTTO WULFF, Wohnungsunternehmen Semmelhaack u.v.m. Ihr Ziel: Die gesellschaftliche Akzeptanz für den Wohnungsbau stärken – und der privaten Wohnungswirtschaft die Sichtbarkeit geben, die sie verdient.

Gemeinsam mehr erreichen

Die Initiative zeigt klar: Es geht nicht nur um neue Gebäude. Es geht um soziale Stabilität, wirtschaftliche Zukunftssicherheit und um das Grundbedürfnis nach einem Zuhause. Damit Lösungen nicht länger in endlosen Verfahren hängenbleiben, fordert die Kampagne unter anderem:

  • Schnellere und vereinfachte Genehmigungsverfahren
  • Keine zusätzlichen Auflagen in laufenden Verfahren
  • Reduzierte Standards für Neubau und Modernisierung
  • Einhaltung des Drittelmix in der Quartiersentwicklung
  • Klare Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung

Wohnungsbau: Verbände schlagen Alarm

Norddeutsche Immobilienverbände fordern einen politischen Kurswechsel, um bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Kay Brahmst (BFW Nord) warnt: „Mit den überhöhten Standards ist bezahlbarer Wohnraum nicht machbar.“

  • Andreas Breitner (VNW) kritisiert hohe Baukosten, lange Genehmigungen und zu viele Auflagen: „Der Wohnungsbau muss Vorfahrt haben.“
  • Auch Torsten Flomm (Grundeigentümer-Verband Hamburg) fordert weniger Vorschriften: „Wir können uns die ständige Regulierungsflut nicht mehr leisten.“
  • Carl C. Franzen (IVD Nord) betont: „Jede Wohnung zählt – gefördert, frei finanziert oder Eigentum. Auch die Mitte der Gesellschaft braucht Angebote.“

Sichtbar. Laut. Aktiv.

Ob auf Social Media, mit Baustellenplakaten, in dokumentarischen Mini-Serien oder durch starke Out-of-Home-Motive: Die Kampagne will aufrütteln. Sie will Betroffenen ein Gesicht geben und Entscheidungsträger unter Handlungsdruck setzen. Jede Maßnahme trägt dazu bei, Aufmerksamkeit zu erzeugen und echte Veränderungen anzustoßen.

#jedewohnungzählt richtet sich an die Politik, die Stadtgesellschaft, Unternehmen, Vermieter – und natürlich die Menschen, die händeringend nach Wohnraum suchen: Familien, Singles, junge Leute. Sie alle sollen nicht nur gehört werden, sondern auch Hoffnung schöpfen.

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