26. Juli 2022 – Zoe Groening (deaktiviert 16.07.24)
Das Hamburg Port Health Center hat ein Konzept für den Fall entwickelt, wenn ein Schiff im Hafen ankommt auf dem sich viele Menschen mit einer ansteckenden Krankheit befinden. Die Ergebnisse sollen jetzt auch anderen Hafenstädten zur Verfügung stehen.
Was tun, wenn viele Menschen auf einem Schiff, das in den Hafen kommt, an einer ansteckenden Krankheit leiden? In einem Forschungsprojekt hat das Hamburg Port Health Center (HPHC) gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald und dem hamburgischen Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin ein Konzept entwickelt. Nun liegt dazu der Abschlussbericht vor, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag (26.07) mitteilte. Er zeige auf, wie sich alle relevanten Behörden und Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorbereiten können und soll auch anderen Hafenstädten zur Verfügung gestellt werden.
Hafenstädte sollen voneinander lernen
Da Europas Hafenstädte beim Gesundheitsschutz vor ähnlichen Herausforderungen stünden, sei es sinnvoll, "dass wir in diesen Fragen voneinander lernen", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). "Wir müssen auf Situationen vorbereitet sein, in denen wir angesichts globaler Handels- und Verkehrsströme mit möglicherweise schwer einschätzbaren Infektionskrankheiten an Bord von Schiffen konfrontiert sind." Das Pandemiegeschehen der letzten Jahre habe dies noch einmal verdeutlicht.
Kreuzfahrtschiffe im Fokus des Projekts
Im Fokus des Forschungsprojekts ARMIHN (Adaptives Resilienz Management im Hafen) standen den Angaben zufolge vor allem Schiffe mit vielen Menschen an Bord, wie zum Beispiel Kreuzfahrtschiffe, die auch für Terroristen ein mögliches Angriffsziel mit Biowaffen darstellen könnten. Die Praxistauglichkeit des Konzepts sei in mehreren Übungen getestet worden. "Für Hamburg haben wir mögliche Fälle gründlich durchdacht und alle relevanten Beteiligten einbezogen", sagte der Leiter des Hafenärztlichen Dienstes, Martin Dirksen-Fischer. "Die Ergebnisse stellen wir anderen Hafenstädten als good practise zur Verfügung, so dass andere auf unsere Erfahrungen zurückgreifen können."
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30. März 2023 – Sebastian Tegtmeyer
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