23. September 2020 – Sebastian Tegtmeyer

Deutsche Bahn baut Angebot aus

Kostenloses WLAN bald auch im Hautpbahnhof

Aus "Wifi on ICE" wird "Wifi@DB": Die Deutsche Bahn weitet ihr WLAN-Angebot im Fernverkehr auf Bahnhöfe und Regionalzüge aus. Auch im Hamburger Bahnhof soll Reisenden künftig kostenloses WLAN zur Verfügung stehen.

Hauptbahnhof, Hamburg, Deutsche Bahn
Foto: Hadrian / Shutterstock.com

Die Deutsche Bahn weitet ihr Internet-Angebot auf Bahnhöfe und Regionalbahnen aus. Fortan können sich Reisende an rund 100 Bahnhöfen in Deutschland ins kostenlose WLAN-Netz einwählen und bleiben damit auch während der Fahrt im Zug verbunden. Dazu gehören zunächst vor allem größere Bahnhöfe wie Köln, München, Köln und Hamburg. Mit Straubing, Trier und Sylt sind aber auch kleinere Standorte angeschlossen. Im Raum Frankfurt sowie in Teilen Baden-Württembergs soll das Netz zudem in Regionalzügen der Deutschen Bahn zur Verfügung stehen.

Verbindungen im Zug brechen immer wieder ab

Bislang bot die Deutsche Bahn kostenloses Internet flächendeckend lediglich in ihren Fernverkehrszügen an. Dort kann die WLAN-Verbindung nach der Erfahrung vieler Reisenden aber häufiger unterbrochen sein. Zudem konnten sich Fahrgäste an den Bahnhöfen bislang oft nur in andere, kostenpflichtige Netze etwa von der Telekom einloggen.

Dies soll sich nun ändern. Ziel des Konzerns ist eine einheitliche WLAN-Infrastruktur, so dass sich Kunden im Fernverkehr bei ihrer Ankunft am Bahnhof nicht extra in ein neues Netz einwählen müssen. Das Fernzugnetz "Wifi on ICE" wird nach und nach ersetzt durch "Wifi@DB", das auch jetzt schon in den Zügen funktioniert. Das Vorhaben hatte der bundeseigene Konzern bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt.

Investitionen von rund 44 Millionen Euro

Für die Ausstattung von zunächst 130 Bahnhöfen bis Ende dieses Jahres investiert die Deutsche Bahn rund 44 Millionen Euro. Bis flächendeckend auch der Regionalverkehr entsprechend ausgestattet ist, werde es noch einige Jahre dauern, sagte Jeschke. Im Download sind an den Bahnhöfen der Bahn zufolge Bandbreiten von mehr 10 Mbit pro Sekunde beim Endkunden möglich. Im Zug liege die Geschwindigkeit pro Reisendem bei möglichen 2 bis 3 Mbit pro Sekunde. Wie gut die Internetverbindung aber funktioniert, hängt vor allem vom Sendemast-Ausbau entlang der Strecken ab. Verantwortlich dafür sind die Netzbetreiber, mit denen die Deutsche Bahn laut Jeschke in engem Austausch stehe. Noch immer gibt es viele Funklöcher. Bis 2022 müssen die Betreiber diese sogenannten weißen Flecken beseitigen. "Dann hoffentlich hat sich dieses Phänomen erledigt", sagte Jeschke.

(dpa)

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