04. April 2025 – Mira Oetinger
Am Dienstag (08. April) eröffnet mit dem Port des Lumières das erste dauerhafte Ausstellungszentrum für immersive Kunst in Hamburg. Hier wird Kunst auf eine ganz andere Weise zugänglich, als man es aus dem Museum kennt. Die Besucherinnen und Besucher können sich über eine vielfältige Ausstellung freuen, die hält, was sie verspricht: eine unvergessliche Erfahrung.
Gustav Klimt und Friedensreich Hundertwasser - zwei österreichische Künstler, an denen man in der Kunstgeschichte kaum vorbei kommt - oder auch, wenn man regelmäßig den Uelzener Bahnhof passiert. Mitten in der HafenCity im Port des Lumières (auf deutsch: "Hafen der Lichter") ist als Teil des Westfield Centers ein neues Ausstellungszentrum entstanden, das sich, ähnlich wie bereits temporär in den Gaußhöfen mit Ausstellungen zu Da Vinci oder Monet, intensiv mit einem Künstler beschäftigt und dessen Leben, künstlerische Entwicklung und Werk in den Fokus setzt. Statt die Bilder aber an Museumswänden zu betrachten, wird hier der Raum zum Gesamtkunstwerk - und die Besucherinnen und Besucher mittendrin.
Kunst entdecken - aber anders
Auf 10 Meter hohen Wänden und insgesamt 3.200 m2 werden die Betonmauern und verspiegelten Säulen, die sich über das Innere des großen Ausstellungsraumes verteilen, in eine riesige farbenfrohe Installation verwandelt, die sich immer wieder verändert, Bildmotive langsam entstehen lässt, Formen und Farben permanent verändert. "Die ikonische Architektur, riesige Projektionsflächen, State-of-the-Art-Technologie und atemberaubende Ausblicke von verschiedenen Höhen und Perspektiven aus: Sie werden die künstlerische Reise unserer Besucherinnen und Besucher zu einer unvergesslichen Erfahrung machen", sagt der CEO von culturespaces Aurélien Bosc, der den Aufbau des Port des Lumiéres in Hamburg begleitet hat. Diese Art der Kunstbetrachtung oder viel mehr Kunsterfahrung dürfte damit sowohl für Kenner zum Erlebnis werden als auch diejenigen interessant sein, die mit einem "einfachen" Museumsbesuch vielleicht nicht so viel anfangen können.
Drei Ausstellungen in einem Ausflug in den "Hafen der Lichter"
Das Ausstellungszentrum in der HafenCity startet direkt mit einem eindrucksvollen Auftakt und thematisiert mit Gustav Klimt und Hundertwasser direkt zwei zentrale Figuren in der österreichischen Kunst. Knapp 40 Minuten dauert die erste der in drei Teile aufgegliederten Installation: "Gold und Farbe" mit Werken von Gustav Klimt. In dieser Ausstellung sieht man nicht nur seine bekannten Werke aus der goldenen Zeit, wie "Der Kuss" oder "Tod und Leben" oder seine Darstellung der Judith, sondern auch die Entwicklung zu seinem heute so bekannten Werk.
Der zweite und dritte Teil der Ausstellungen bildet der zweite österreichische Künstler Hundertwasser und die zeitgenössische Arbeit des türkischen Produktionsstudios mit dem Namen "The Journey" - deutlich kürzer als die Klimt Ausstellung, aber nicht weniger eindrucksvoll. Man hat das Gefühl, dass das Werk Hundertwassers genau für diese Art der Präsentation gemacht ist. Auf den Sitzkissen und Hockern im Ausstellungsraum können die Besucherinnen und Besucher in seinen farben- und formenfrohen Werken nahezu versinken. "The Journey" widmet sich zum Abschluss dem Thema "Sehen" und zeigt dabei, wie sich digitale Kunst in einem vermeintlich geschlossenen Raum verhält - und trotzdem Grenzen sprengt.
Das erwartet euch im Port des Lumières Hamburg